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Herzlich willkommen auf unserem Schlemmerbalkon! Begleite uns durch das Balkon-Gartenjahr und teile mit uns unser Gärtnerglück und manchmal auch -pech.. Wir verraten hier unsere Tipps und Tricks, damit auch Dein Balkon zum Schlemmerbalkon wird! Wir wünschen Dir viel Spaß!

Olivenkraut

30 Kommentare

DSC03600Das Olivenkraut ist eines der sogenannten Heiligenkräuter (Santolina), eine Kräuterart welche mit gerade mal 24 Vertretern recht artenarm ist.

Es ist Mitglied der Pflanzenfamilie der Korbblütler und vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen. Neben Bitterstoffen, Harzen und Gerbstoffen findet man auch ätherisches Öl (welches Myrcen, Pinen und Sabinen enthält) in dem Kraut.

Der botanische Name des Krautes lautet Santolina viridis oder auch Santolina rosmarinifolia, man nennt es umgangssprachlich grünes Heiligenkraut, Zypressenkraut, grüne Heiligenblüte oder auch rosmarinblättriges Heiligenkraut.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum und ist unter anderem in Marokko, Spanien und auch Portugal weit verbreitet. Dort dient es als Würzkraut, fand jedoch auch seinen Weg in die Naturheilkunde. Heutzutage ist jedoch die Hauptnutzung in der Küche, in der Heilkunde wird es eher selten eingesetzt, darauf werden wir später nochmal zurück kommen.

DSC03518Die Blüten des Krautes sind cremefarben, Blütezeit ist von ca. Juni bis September. Die Wuchshöhe liegt maximal bei 50-60 Zentimetern. Die Pflanze ist immergrün mit auffällig dunkelgrünen und feinfiedrigen Blättern, welche von der Form her an die Nadeln des Rosmarin erinnern. Jedoch sind es keine Nadeln, sondern Nadelblättchen.

Das Kraut lässt sich leicht kultivieren und wächst auf dem Balkon oder der Terrasse genauso gut wie direkt in der Erde. An seinen Standort stellt Olivenkraut nicht viele Ansprüche. Es bevorzugt einen gut durchlässigen eher sandigen Boden, sowie einen Platz direkt in der Sonne, dadurch eignet es sich auch sehr gut für den Anbau in einem Steingarten. Nach Möglichkeit sollte eine Überwinterung im Haus oder Wintergarten durchgeführt werden, denn es besteht nur eine bedingte Winterhärte. Ist die Pflanze nicht mobil, also direkt in den Boden gepflanzt worden, muss man sie mit einem Vlies oder Reisig abdecken und so vor Kahlfrost schützen.

Bei direkter Sonnenbestrahlung duftet das Olivenkraut intensiv nach eingelegten Oliven.

DSC03601Beim Gießen muss man sehr vorsichtig sein, denn die Pflanze braucht wenig Wasser. Nur an sehr warmen oder heißen Tagen sowie in langen Trockenperioden ist es notwendig das Kraut etwas öfter zu gießen. Alle zwei Wochen sollte man ein wenig mehr Wasser geben, jedoch auch hier moderat. Staunässe gilt es absolut zu vermeiden, die Wurzeln beginnen sehr schnell zu faulen, wenn sie in nasser Erde stehen.

Die Vermehrung des Olivenkrautes ist recht einfach über Stecklinge möglich, welche man einfach in ein Erde-Sand-Gemisch steckt.

In der Küche eingesetzt ist das Kraut vielseitig verwendbar. Man kann Marinaden damit herstellen, es passt zu Fisch, Fleisch, Nudeln und in Salate. Man kann Dips damit machen, es in Kräuterquark oder -butter verwenden, in Öl einlegen oder auch Essig damit aromatisieren.

In der Naturmedizin gilt Olivenkraut als antibakteriell, appetitanregend, antioxidativ, entkrampfend, verdauungsfördernd, wurmabtötend, sekrettreibend (Galle) und blähungstreiben.

Die Schulmedizin setzt das Kraut noch nicht ein, Studien zeigten jedoch, dass es gegen Escherichia coli und Enterobacter aerogenes hilfreich ist.

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30 Kommentare zu “Olivenkraut

  1. Wieder etwas was ich gar nicht kannte.
    Vielen Dank für diesen interessanten, klugen Artikel.

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  2. So ein hübscher lateinischer Name!
    Wieder was gelernt! 😊

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  3. … in dem Namen steckt schon das Bedürfnis… bei euch sitze ich so was von gern *kräuternach*

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  4. Bisher habe ich das Olivenkraut immer mangels Verwendungsmöglichkeiten links liegen gelassen. Hätte sich vielleicht doch einen Platz im Garten verdient… LG, Silke

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  5. Von diesem Kraut hatte ich vorher noch nie gehört. Wäre ja evtl. etwas für meinen Südbalkon und für meine Vergesslichkeit bez. Gießen 😯

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  6. Ich bin auch sehr angetan nach eurer Beschreibung. Das muss doch auch bei uns aufzutreiben sein …

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  7. Hallo.

    Das Olivenkraut habe ich zufällig neulich im Gartencenter entdeckt, allerdings war der Topf nicht mit annähernd soviel Infos versehen! Vielen Dank für deinen Artikel. Ich denke, ich werde gleich mal ein Paar Stecklinge fertig machen.

    Liebe Grüße

    Edith

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  8. Wieder was gelernt und das werde ich merken probieren das zu bekommen!!
    Lieben Gruss Elke

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  9. Huhu, AnDi, das ist das Kraut, das meiner Schnecke im Kräuterbeet über dem Kopf wuchs. Nun habt Ihr auch eins, finde ich super. Es ist soooooooo lecker und wächst auch wirklich recht schnell zu einem großen Busch heran. Vorausgesetzt. Ihr nascht nicht zu viel. 😀
    Liebe Grüße 🙂

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  10. Spannendes Kraut. Aber Oliven mag ich leider absolut nicht. Nichtmal den Geruch 😦 Dennoch bin ich von der Heilwirkung sehr angetan. 🙂

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    • Komischerweise mögen wir ja auch keine Oliven, aber dieses Kraut schmeckt uns! Unerklärlich aber wahr! 😀 😀
      Die Heilwirkung hat uns in den Ausmaß auch überrascht. Immer wieder erstaunlich, was in den Pflänzchen so alles steckt!

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  11. Pingback: Die Rückkehr der Balkonkatze | schlemmerbalkon

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