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Herzlich willkommen auf unserem Schlemmerbalkon! Begleite uns durch das Balkon-Gartenjahr und teile mit uns unser Gärtnerglück und manchmal auch -pech.. Wir verraten hier unsere Tipps und Tricks, damit auch Dein Balkon zum Schlemmerbalkon wird! Wir wünschen Dir viel Spaß!

Schnittsellerie

4 Kommentare

Apium graveolens var. secalium, so lautet die botanische Bezeichnung dieses Krautes. Bekannter ist es unter den Namen Blattsellerie, Würzsellerie oder auch Eppich.

DSC08699Meist erreicht die zweijährige krautige Pflanze, welche zur Familie der Doldenblütler gehört eine Höhe zwischen 40 und 60 cm. Sie kann jedoch unter perfekten Umständen auch bis zu 100 cm hoch werden.

Die Blätter sind grün, gestielt, gefiedert mit dreilappigen Einzelblättern und sehen ein klein wenig der glatten Petersilie ähnlich. Die Blüten sind kleine und grünweiße Doppeldolden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli.

Im zweiten Jahr muss man darauf achten, dass die Pflanze ungenießbar wird, wenn sie Samen produziert. Der Samen hingegen ist genießbar!

Im Duft der Pflanze kann man nur leicht ein Aroma erkennen. Die Würze liegt in den Blättern! Der Geschmack ist leicht bitter und scharf, man kann ihn zwischen Sellerie und Petersilie einordnen.

DSC08690Die Wirkung von Schnittsellerie wird in der Naturheilkunde in den Bereichen entwässernd und entgiftend gesehen.

In der Schulmedizin findet er unseres Wissens nach keine Anwendung.

Wie die beiden bekannteren Selleriearten Knollen- und Staudensellerie bevorzugt der Schnittsellerie einen lockeren, nährstoffreichen und feuchten Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Er ist Lichtkeimer und sollte im zeitigen Frühjahr in Anzuchtschalen oder im Mai direkt im Freiland ausgesät werden.

Unser Schnittsellerie war dieses Jahr eher ein Spätzünder und brauchte eine ganze Weile bis er sich blicken lies. Jetzt jedoch wächst er stetig! 🙂

DSC08697Die Blätter kann man über eine lange Zeit ernten! Stetiges Schneiden ist möglich, so lange man die Herzblätter stehen lässt, denn so wächst die Pflanze immer wieder nach.

Wildsellerie (der Schnittsellerie ist dieser Art am nächsten von den drei Arten Schnitt-, Knollen und Bleichsellerie) war übrigens schon den alten Ägyptern als Heilpflanze bekannt! Wie viele andere Kräuter auch gelangte er im Mittelalter in die Klostergärten Mitteleuropas. Die uns heute bekannten Unterarten entstanden wohl ungefähr ab dem 17. Jahrhundert.

Die Verwendung des Schnittselleries in der Küche ist äusserst vielseitig! Er macht sich gut in Kräuterbutter, in Dips und Quark, Soßen, Fonds, Suppen, Eintöpfen und roh in Salaten. Sein Aroma passt aber auch zu vielen Fleischgerichten sowie zu Gemüse und Fisch.

Schnittsellerie lässt sich sehr gut trocknen und verliert auf diese Art der Konservierung fast kein Aroma! Auch einfreieren kann man ihn gut.

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4 Kommentare zu “Schnittsellerie

  1. Total interessant! Die Blätter sehen sehr nach Petersilie aus… ich würde schon gern daran schnuppern!
    Liebe Grüße
    Natalia

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    • Liebe Natalie,

      ja, Du hast absolut recht, er sieht der glatten Petersilie sehr ähnlich. Er duftet fast gar nicht, sein Aroma kommt aber beim essen sehr gut durch!

      LG und einen schönen Abend
      AnDi

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      • Liebe AnDi,
        ich werde beim Verwenden von Gewürzen sehr von meiner Nase gesteuert… wenn ihr das Kraut nicht vorgestellt habt, hätte das Kraut bei mir keine Chance ihr Geschmack zu beweisen… Dankeschön!
        LG Natalia

        Gefällt 1 Person

      • Gerne geschehen! 😉

        Und ja, auch wir werden oft von unserer Nase gesteuert was solche Sachen angeht. Aber manchmal versteckt sich dann doch hinter einem unscheinbaren Duft etwas sehr Feines.

        LG
        AnDi

        Gefällt 1 Person

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