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Herzlich willkommen auf unserem Schlemmerbalkon! Begleite uns durch das Balkon-Gartenjahr und teile mit uns unser Gärtnerglück und manchmal auch -pech.. Wir verraten hier unsere Tipps und Tricks, damit auch Dein Balkon zum Schlemmerbalkon wird! Wir wünschen Dir viel Spaß!

Ganz nebenbei: Gemüsefond

20 Kommentare

Heute wird es bei uns Futter für die Seele geben! 🙂 Eine leckere Hühnersuppe! Oh ja, darauf freuen wir uns schon! Schön warm, gut für den Köper und die Seele bei diesem Wetter….

Das Rezept für unsere Hühnersuppe, in der natürlich Kräuter von unserem Balkon sind, werden wir hier in den nächsten Tagen einstellen. Heute wollen wir zeigen wie man ganz nebenbei Nachhaltigkeit walten lässt und daraus einen leckeren Gemüsefond kocht. Ganz nebenbei einen Fond kochen? Geht das? Klar! Und es macht absolut keine Mühe! 😀

DSC08544Wir haben unser Gemüse gut gewaschen und dann geputzt. Also die Möhren und den Knollensellerie geschält, die Abschnitte abgetrennt und den Lauch ebenfalls gut gewaschen und geputzt. Petersilie und Liebstöckel wurden ebenfalls gewaschen, dann trocken geschüttelt und die Blätter von den Stielen gezupft. Bei den meisten Menschen wandern die Schalen, die Abschnitte und die Kräuterstängel nun in den Biomüll. Bei uns landen sie auch dort, aber erst nachdem sie eine weitere Aufgabe in ihrem Leben erledigt haben!

Die erste Aufgabe, welche ihnen das Leben selbst gab war das Gemüse nach außen zu schützen beziehungsweise die Kräuterblätter mit Nährstoffen zu versorgen. Jetzt vergeben wir eine weitere Aufgabe bevor alles im Biomüll landet und so in die ewigen Jagdgründe übergeht. 🙂

DSC08548Wir geben also alle Gemüseabschnitte und die Stängel der Kräuter in einen Topf. Gießen nun kaltes Wasser auf bis alles bedeckt ist. Jetzt ab damit auf den Herd und kräftig aufkochen. Wenn die so entstehende Gemüsebrühe richtig kocht geben wir ein wenig Salz dazu, dann wird der Herd auf mittlere Hitze gestellt und alles wird noch ca. 15 Minuten gekocht.

In der Zwischenzeit richten wir immer unsere Gläser vor in denen der Gemüsefond seine Heimat finden wird. Also: rein mit Gläsern und Deckel in kochendes Wasser und so alles sterilisieren. Wieder raus aus dem Wasser und dabei darauf achten die Deckelinnenseite und die obere Glaskante nicht zu berühren.

Jetzt geht es wieder mit dem Fond weiter. Die „Suppe“ abschmecken: man sollte das Gemüse herausschmecken können. Falls nötig kann man noch mit etwas Salz nachwürzen. Den Fond jedoch lieber ein wenig neutraler lassen, so kann man ihn vielseitiger einsetzen, auch gerne mal als Neutralisator wenn eine Suppe oder Soße zu kräftig gewürzt wurde.  😉

Wenn alles soweit passt: die Gemüsebrühe mittels eines Siebes von den festen Bestandteilen trennen.

DSC08549Jetzt sollte es schnell gehen, damit der Fond heiß in die Gläser kommt! Also: Trichter nutzen und ab mit dem Fond in die vorbereiteten Gläser. Deckel drauf, gut zudrehen und auf den Kopf stellen – also die Gläser!  😀  Nach gut 10 Minuten kann man die Gläser wieder umdrehen und so auskühlen lassen.

Dieser Fond dient bei uns als Soßenbasis oder, wie oben erwähnt auch schon mal als Neutralisator.

So muss man seine Soßen nicht mit Wasser aufkochen, sondern hat gleich etwas Geschmack drin.

Desweiteren ist uns persönlich einfach wichtig nachhaltig zu handeln. Auf diese Art und Weise haben wir das komplette Gemüse genutzt und nichts davon einfach weggeworfen. Und mal ganz ehrlich: keine Chemie im Essen zu haben ist doch auch nochmal ein weiterer Pluspunkt, oder?

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende! 😀

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20 Kommentare zu “Ganz nebenbei: Gemüsefond

  1. Wie lange hält sich der Fond in den Gläsern?

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  2. Da habt ihr wieder viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
    Lecker.:-D

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  3. Große Klasse,
    ihr werft nix weg und nutzt es voll aus. Gefällt mir sehr gut und erinnert mich an an Zeiten, als ich es sogar musste, weil es einfach nichts zu kaufen gab.

    Was ich früher alles konserviert habe, geht auf keine Kuhhaut 😉 und noch heute macht es mir Spaß, wenn ich in meinen Keller gehen kann und muss kein Geld ausgeben.

    Noch ein schönes WE und einen ❤ lichen Gruß

    Uschi

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    • Vielen Dank für den lieben Kommentar! 😀

      In unserer Konsumgesellschaft ist leider viel Wissen und Bewusstsein verloren gegangen, vielleicht schaffen wir es ein wenig davon wieder zurück zu holen. 😉

      Wir freuen uns auch immer, wenn wir die Sachen welche wir konserviert haben benutzen. Ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man das selbst gemacht hat und dass nichts verschwendet wurde. 🙂

      Liebe Grüße und noch ein schönes Restwochenende liebe Uschi
      AnDi

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  4. Eure Verwertung der Genüseabschnitte ect. ist Zeugnis großer Wertschätzung, genau wovon ich auch rede in meinem „Rinderzungenbeitrag“ http://wp.me/p4CvXs-cy – gefällt mir insofern natürlich ausserordentlich. Ich selbst gehe bei selbst hergestellten Fonds, sofern etwas übrig bleibt, den Weg des Einfrierens – klappt auch ganz prima, aber ist sicher nur für kleinere Mengen geeignet. Bei selbst pasteurisierter Ware (Borretane, Zwiebel-confit…) habe ich mit der Haltbarkeit auch sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn man die Gläser im Wasserbad bei 80° im Ofen für ca. 30-50 Minuten hält (je nach Inhaltsgröße), und dann langsam im abgeschalteten Ofen auskühlen lässt, kann man auch durchaus von einem Jahr ausgehen. Ich werde mal unseren Sterilisationsspezialisten im Betrieb befragen… bin ja in der Lebensmittelindustrie tätig. Gruß Michael

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    • Hallo Michael,

      danke für die Infos!

      Einfrieren scheitert bei uns an der Kapazität der Kühltruhe 😉

      Eingekocht haben wir bisher nichts nach der Methode die Du beschrieben hast. Werden wir mal testen!

      LG
      AnDi

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      • P.S.: Natürlich vor dem Backofen trotzdem heiss abgefüllt, so wie von euch beschrieben 😉 wie man es auch in der Lebensmittelindustrie tut. Mir ist übrigens die hohe Befüllung aufgefallen, ein wenig mehr „Kopfraum“ verbessert das Vakuum, das durch die Abkühlung entsteht. So ca. 1 cm darf´s schon sein.

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  5. Das ist eine fantastische Idee. Danke für den Tipp!
    Obwohl ich sowas immer erst zum Schluß salze, weil ich das ganze meist noch etwas reduziere. aber hab ich schon lang nicht mehr gemacht. An trüben Tagen so als Vorbereitung für Weihnachten…. eine super Idee.
    LG, Britta von brittlebrick

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    • Gern geschehen liebe Britta!

      Ja, vor dem salzen muss man sich ein paar Gedanken machen, wo man mit dem Fond am Ende „hin“ will. Wir salzen auch nur leicht, denn manchmal braucht man einen solchen Fond ja auch als kleine Rettungseinheit, wenn mal etwas zu würzig wurde. 😉

      LG
      AnDi

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  10. Tolle Idee, werde ich bestimmt demnächst auch mal testen. Bei uns landen die Reste dann aber nicht im Bio-Müll sondern auf dem Komposter, wo sie dann unsere Pflanzen später wieder unterstützen. Allerdings nach dem kochen würde dies entfallen, dann muss doch der Bio-Müll mal herhalten.
    Ihr habt immer wieder tolle Ideen. danke für die Inspiration 🙂

    LG Sabrina

    Gefällt 1 Person

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